Freiraum Kunstraum Eisenerz


  • Projektträger: Arge Illmaier Sonnbichler

Integration mittels Kunst und Kultur – Eisenerz präsentiert sich weltoffen und innovativ

Freiheitsplatz 1A lautet die Adresse jenes Hauses, das einst vom berühmten steirischen Architekten Herbert Eichholzer (1903 – 1943) geplant wurde und lange als Frisiersalon bekannt war. Es liegt in bester Eisenerzer Innenstadtlage und verfügt über eine großzügig gestaltete Schaufenster, bietet also bei Bedarf absolute Transparenz. Was in diesen Räumen geschieht, nimmt jeder Eisenerzer bzw. Eisenerz-Besucher wahr.

Im Sommer 2016 entstand  mit Unterstützung durch LEADER ebendort ein neuer Ort für Kunst und Kultur bzw. für kreatives Schaffen.

Für das von eisenerZ*ART veranstaltete Projekt „Fremde werden Freunde“ diente der Freiraum_Kunstraum Eisenerz im Juli / August 2016 zunächst ca. 6 Wochen lang als temporärer Begegnungsraum: für Menschen, die das Schicksal erst vor kurzem nach Eisenerz geführt hat – rund 50 AsylwerberInnen aus Afghanistan, dem Irak, Syrien und Somalia – und solche, die schon lange hier leben.

Kurz darauf bzw. zeitlich überschneidend wurde zeitgenössische Kunst im Freiraum_Kunstraum Eisenerz eingeführt: Mit dem Projekt „Chain Reaction“ bevölkerten zehn Tage lang im Juli die KünstlerInnen des Daily Rhythms Collective einen der beiden straßenseitig gelegenen Räume. Sie nutzten diesen Raum zunächst als Kunstlabor, in dem sie – für alle sichtbar – Installationen für den öffentlichen Raum von Eisenerz entwickelten. Gleichzeitig skizzierten sie in Form von Tape Art die Gebirgskulisse mit dem Erzberg auf den Wänden des Innenraums, den sie damit und mit einer Klanginstallation erstmals auch in einen attraktiven Schauraum verwandelten.

Beide Projekte führten fraglos zu einer Belebung der Altstadt. Die gesteckten Ziele wurden im Wesentlichen erreicht.

Die Zielgruppen umfassten beim Projekt „Fremde werden Freunde“ einerseits die Gruppe der MigrantInnen und andererseits aufgeschlossene EisenerzerInnen. Dabei wurden zahlreiche soziale Kontakte geknüpft und den MigrantInnen wurde eine sinnvolle Beschäftigung geboten.

Das Daily Rhythms Collective etablierte die Räumlichkeiten als Kunstraum, der in seiner Display-Funktion unzählige Blickkontakte erreicht – Fazit: Eine neue Ressource für die Präsentation von zeitgenössischer Kunst in prominenter Lage ist entstanden.

 

 

Seite drucken