GenussGärtnern rund um Reiting und Eisenstraße


  • Projektträger: Verein Kindergärtnerei

Mit der Initiative der Kindergärtnereien soll das Genussgärtnern den öffentlichen Raum entlang der Eisenstraße „erobern“

Das Wissen um den Hausgarten in der Region geht verloren und wird nicht mehr an unsere Kinder weitergegeben. Wir müssen für unsere Kinder das uralte und wertvolle Wissen, wie man (und dass man) selbst in unseren Gärten Gemüse, Kräuter, Beeren und Obst anbauen kann, erhalten und weitergeben. Die Arbeit unserer mit mehreren Nachhaltigkeitspreisen ausgezeichneten „KinderGärtnerei“ mit Kindergärten, Schulen, Gemeinden und interessierten Bürgern hat uns gezeigt, dass das Interesse groß und das Wissen minimal ist.

Es geht uns darum, die regionalen Ressourcen aufzuzeigen und erfahrbar zu machen, was bei uns wächst. Unser Leitsatz ist „Ein Garten für jedes Kind!“ Ziel ist die Entstehung von Gemeinschafts- und Lehrgärten gemeinsam mit Schulen, Kindergärten, Gemeinden und Bürgerbeteiligungsprojekten im öffentlichen Raum, um das Wissen um eine nachhaltige Bewirtschaftung und Lebensweise mit unseren regionalen Ressourcen und biologischen Gartenbau bis zur Verarbeitung der Ernte zu erhalten und weiterzugeben. Ein Zusatzeffekt der Gartenarbeit ist die Erfahrung der Selbstwirksamkeit – mein Tun, meine Pflege, meine Achtsamkeit trägt unmittelbar Früchte. Eine nachhaltige Stärkung der Persönlichkeit insbesondere bei benachteiligten Menschen wie lernschwachen Kindern, Menschen mit Migrationshintergrund, nach langjähriger Arbeitslosigkeit und Senioren konnte von uns in der Gartenarbeit schon mehrfach beobachtet werden. Die Gärten führen auch die Menschen aus der Nachbarschaft zueinander und hin zu einem Miteinander. Die Ernte soll auch in Schulen (Gesunde Jause etc.) Verwendung finden.

Maßnahmen:
• Errichtung und Betreuung (gartentechnisch wie pädagogisch) von mindestens 5 „Naschgärtchen“ (z.B. ein Hochbeet in einem Kindergarten oder Beerensträucher im öffentlichen Raum) in Gemeinden der Region. Mindestens 300 Menschen, in der Mehrzahl Kinder, werden die Grundlagen des biologischen Gartenbaus erlernen.
• Gründung und Weiterentwicklung von mindestens 2 Gemeinschaftsgärten (richtiger Garten mit mindestens 3 Hochbeeten, Beerensträucher oder auch Obstbäumen) in der Region mit Schulen oder Seniorenheimen
• In diesem Zusammenhang Kooperation mit Arche Noah zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt
• Mindestens 9 Fachvorträge (alte Sorten, Pflanzenvermehrung, Verarbeitung usw.)
• Jährliche Gartenfeste und nachbarschaftliche Treffen zum Erfahrungsaustausch sowie die Etablierung von Pflanzentausch (Pflanzentauschbörse)

 

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